Universitätsklinikum St. Pölten: Zertifizierung Cochlea-Implantat versorgende Einrichtung

ST. PÖLTEN – Die Klinische Abteilung für Hals-Nasen-Ohren ist die erste Abteilung in Österreich, die mit dem Zertifikat „Cochlea-Implantat versorgende Einrichtung“ ausgezeichnet wurde. Die Patientinnen und Patienten werden nach aktuellem Qualitätsstandard und den zertifizierten Richtlinien versorgt.

„Was es bedeutet, hochgradig schwerhörig oder gehörlos zu sein, ist für Menschen ohne Hörverlust kaum nachvollziehbar. Medizinische Innovationen haben das Potenzial, das Leben von Menschen zu verbessern. Auch Cochlea-Implantate haben sich durch ständige Forschung weiterentwickelt und sind für die Betroffenen eine große Hilfe in der Kommunikation“, so der für Kliniken zuständige Landesrat Ludwig Schleritzko.

Die Versorgung der Patientinnen und Patienten mit einer elektronischen Innenohrprothese (Cochlea-Implantat) stellt einen enormen Fortschritt in der Behandlung hörgeschädigter Menschen dar und benötigt eine lebenslange und komplexe Versorgung, mit hoher Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität. Die Cochlea-Implantation ermöglicht den Betroffenen, das Sprachverstehen wiederherzustellen bzw. gehörlosen Kindern einen Spracherwerb zu entwickeln.
Das Cochlea-Implantat-Programm an der Klinischen Abteilung für Hals-Nasen-Ohren am Universitätsklinikum St. Pölten, unter der Leitung von Prim. Univ.-Prof. Dr. Georg Sprinzl, hat alle Voraussetzungen und erforderlichen Richtlinien für eine Zertifizierung erfüllt und wurde von der Zertifizierungskommission, unter dem Vorsitzenden Prof. Dr. med. Stefan Dazert, mit dem Zertifikat „Cochlea-Implantat versorgende Einrichtung“ ausgezeichnet. Sie ist somit die
erste Abteilung in Österreich, die ein zertifiziertes Cochlea-Implantat-Versorgungsprogramm aufweisen kann und die Patientinnen und Patienten nach aktuellem Qualitätsstandard und den zertifizierten Richtlinien versorgt.

Die Versorgung mit einem Cochlea-Implantat (CI) erfordert eine interdisziplinäre Zusammenarbeit unter Mitwirkung audiologischer, pädagogischer, technischer und medizinischer Expertise innerhalb einer CI-versorgenden Einrichtung. Die kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Therapie erfordert den Erwerb fortlaufend aktualisierter Kenntnisse der an diesem Prozess beteiligten Personen.

Jede Klinik, die eine Cochlea-Implantation durchführt, ist verantwortlich für den gesamten Versorgungsprozess, der sich von der präoperativen Diagnostik und Beratung über die Implantation bis hin zur postoperativen Basis- und Folgetherapie erstreckt. Eine lebenslange Nachsorge muss gewährleistet sein.




Fotocredit: NÖ LGA / Philipp Monihart

Bildtext v.l.n.r.:
Dr. Markus Klamminger, Direktor für Medizin und Pflege (NÖ LGA), LR DI Ludwig Schleritzko, Clin. Ass. Prof. Priv.-Doz. Dr. Astrid Magele, MBA (Leiterin Implantatzentrum), Stv. Leiter Logopädie/Audiologie Philipp Schörg, MSc BSc, (beide Klinische Abteilung für Hals-Nasen-Ohren), Interim. ÄD Prim. Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Karin Pieber und Prim. Univ.-Doz. Dr. Georg Sprinzl (Leiter der Klinischen Abteilung für Hals-Nasen-Ohren)


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