„Gebärmutterhalskrebs ist heute eine weitgehend vermeidbare Erkrankung. Durch die HPV-Impfung und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können wir Betroffene schützen und Leben retten. Je mehr Menschen Zugang zu Information, Prävention und Behandlung haben, desto näher rücken wir dem Ziel, diese Krebsform endgültig zu besiegen.“, betont Prim. Clin. Ass. Prof. Dr. Susanne Schubert, Leiterin der Klinischen Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe Gebärmutterhalskrebs zählt zu den wenigen Krebsarten, die durch Präventionsmaßnahmen nahezu vollständig vermeidbar sind. Die wichtigste Ursache ist eine Infektion mit dem Humanen Papillomavirus (HPV).
Durch die seit Jahren in Österreich verfügbare HPV-Impfung sowie den Pap-Abstrich im niedergelassenen Bereich und moderne Methoden zur Früherkennung bestehen effektive Möglichkeiten, Neuerkrankungen und Todesfälle deutlich zu reduzieren.
Die HPV-Impfung ist in Österreich noch bis 30. Juni 2026 kostenfrei für alle Personen im Alter von 9 bis 30 Jahren erhältlich. Für Personen vom 21. bis zum 30. Geburtstag gilt dabei:
Die erste Impfung im gratis Nachhol-Impfprogramm kann bis 31.12.2025 erfolgen. Zweitimpfungen sind im Nachhol-Impfprogramm bis 30.06.2026 gratis. Sie schützt vor den wichtigsten HPV-Typen, die über 90 % der Fälle von Gebärmutterhalskrebs verursachen. Expertinnen und Experten empfehlen darüber hinaus auch über 30-jährigen Erwachsenen eine nachholende Impfung.
Die 90 – 70 – 90 – Ziele zur Eliminierung bestehen aus:
• 90 % Impfquote bei Mädchen und Buben bis zum 15. Lebensjahr
• 70 % Teilnahme an qualitätsgesicherter Vorsorge / Screening
• 90 % bestmögliche Behandlung für alle diagnostizierten Patientinnen
Österreich liegt hier bereits im europäischen Spitzenfeld, hat jedoch – insbesondere bei der Impfquote – noch Aufholpotenzial. Die Impfung erhält man bei vielen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, öffentlichen Impfstellen (Bezirkshauptmannschaften, Magistraten, Bezirksämtern) sowie teilweise im Rahmen von Schulimpfungen.
Zur Sekundärprävention bei auffälligem Pap-Abstrich gibt es am UK St. Pölten eine Dysplasie-Sprechstunde.
Bildtext: Ärztinnen mit Dysplasiediplom aus dem Team der Dysplasie-Sprechstunde
v.l.: Ass. Dr. Carmen Bandion, Ass. Dr. Christine Deutinger, Prim. Clin. Ass. Prof. Dr. Susanne Schubert (Leiterin der Klinischen Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe), OÄ Dr. Verena Hainich und OÄ Dr. Maria Floßmann
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Universitätsklinikum St. Pölten: Welt-Tag zur Beseitigung von Gebärmutterhalskrebs
