Universitätsklinikum St. Pölten: Studie zeigt: Versorgung von Handverletzungen während der Pandemie auf konstant hohem Niveau

ST. PÖLTEN – Die Versorgung schwerer Handverletzungen blieb trotz Pandemie auf konstant hohem Niveau: Eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums St. Pölten bestätigt stabile Fallzahlen und erfolgreiche Ergebnisse.

Von den jüngsten Kindern über berufstätige Handwerkerinnen und Handwerker bis hin zu Pensionistinnen und Pensionisten - schwere Handverletzungen betreffen alle Altersgruppen. Die Klinische Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie des Universitätsklinikums St. Pölten hat daher untersucht, wie sich die Versorgung während der Covid-19-Pandemie darstellte. Die Analyse zeigt eindrucksvoll, dass auch in diesen herausfordernden Zeiten in Niederösterreich eine hochqualitative mikrochirurgische Rekonstruktion von Handverletzungen – von kleineren bis hin zu schweren – sichergestellt werden konnte.

Trotz der enormen Belastungen des Gesundheitssystems blieb die Zahl der behandelten Handverletzungen im Vergleich zu den Vorjahren konstant hoch. „Bemerkenswert war jedoch eine deutliche Verschiebung der Unfallursachen: Während berufsbedingte Verletzungen zurückgingen, ereigneten sich im häuslichen Umfeld deutlich mehr Unfälle. In vielen Fällen waren Männer mittleren Alters betroffen, die sich beim Heimwerken verletzten“, so Ass. Dr. Christina Glisic, Erstautorin der im Top-Journal publizierten Studie.

Mit einer Erfolgsquote von 88 Prozent bei der Replantation oder Rekonstruktion amputierter Finger bei entsprechender Indikation unterstreicht die Studie das hohe Versorgungsniveau am Universitätsklinikum St. Pölten – ein Alleinstellungsmerkmal der Plastischen Chirurgie in Niederösterreich und ein Beweis für die medizinische Kompetenz im österreichweiten Vergleich der Replantationszentren.

„Besonders erfreulich ist, dass wir trotz aller pandemiebedingten Einschränkungen das hohe qualitative Niveau der Rekonstruktionen erhalten konnten. Das zeigt die große Expertise
unseres kompakten Teams, das mittels Mikrochirurgie selbst Gefäße von unter einem Millimeter Durchmesser rekonstruieren und so die Durchblutung wiederherstellen kann“,
betont OA Priv. Doz. Dr. Konstantin Bergmeister, PhD, FEBHS (Letztautor der Studie).


Die hohe Versorgungsqualität ist vor allem der engen Zusammenarbeit mit weiteren Abteilungen, wie den Klinischen Abteilungen für Orthopädie und Traumatologie und Anästhesie und Intensivmedizin, aber auch der hervorragenden Pflege und Rehabilitation zu verdanken. „Die Studie macht deutlich, wie wichtig das reibungslose Zusammenspiel verschiedener medizinischer Fachbereiche ist – nur durch die enge Kooperation unserer Abteilungen konnten Patientinnen und Patienten erfolgreich behandelt und rasch wieder in ihren Alltag zurückgeführt werden“, so Prim. Assoc. Prof. Dr. Klaus F. Schrögendorfer, MBA, FEBOPRAS, Leiter der Klinischen Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie.

Die Studie* unterstreicht damit nicht nur die medizinische Leistungsfähigkeit der Region, sondern auch die Resilienz des Gesundheitssystems in Krisenzeiten.
*Lessons Learned from Reconstructing Severe Hand Injuries During the COVID-19 Pandemic.
Glisic, C., Flores, T., Konul, E., Sabitzer, H., Bartellas, G., Rohrbacher, A., Sakar, B., Klee, S., Graichen, U.,
Platzer, P., Schrögendorfer, K. F., & Bergmeister, K. (2025).
Journal of Clinical Medicine, 14(7), 2169. doi.org/10.3390/jcm14072169

Rückfragehinweis:
Universitätsklinikum St. Pölten
Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie
Ass. Dr. Christina Glisic & OA Priv. Doz. Dr. Konstantin Bergmeister, PhD, FEBHS
+43 2742 900413601
Plastischechirurgie@stpoelten.lknoe.at






Bildtext v.l.:
OA Priv. Doz. Dr. Konstantin Bergmeister, PhD, FEBHS, Leiter der Klinischen Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie Prim. Assoc. Prof. Dr. Klaus F. Schrögendorfer, MBA, FEBOPRAS und Ass. Dr. Christina Glisic



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