Universitätsklinikum St. Pölten: Soziale Betreuung seit über 70 Jahren

ST. PÖLTEN – Bereits im Jahr 1948 wurde im Klinikum St. Pölten eine Anstalts- fürsorge installiert, mit dem Ziel, den Patientinnen und Patienten neben der medizinischen und pflegerischen Versorgung, auch eine soziale Betreuung anzubieten. Im Jahr 1975 wurde es in Sozialreferat umbenannt und seit 2011 läuft die Serviceeinrichtung unter der Bezeichnung Entlassungsmanagement.

Eine Mitarbeiterin, die im Jahr 1948 als Fürsorgerin eingestellt wurde, baute bereits damals ein Netzwerk auf und arbeitete eng mit den Wohlfahrtseinrichtungen und Ämtern zusammen. Im Jahr 1975 trat aus der einstigen Anstaltsfürsorge das Sozialreferat hervor, dessen Arbeitsfeld sich aus geschichtlicher und wirtschaftlicher Entwicklung stark verändert hat. Diese Bezeichnung wurde bis zum Jahre 2011 geführt, ehe das Sozialreferat in Entlassungsmanagement umbenannt wurde.

Beratung und Information bezüglich der Versorgung pflegebedürftiger Patientinnen und Patienten war immer schon ein großer Schwerpunkt der Krankenhaussozialarbeit. Organisation von Heimhilfe, Hauskrankenpflege, Essensversorgung, Antragstellung für die Aufnahme in ein Pflegeheim als auch die entsprechende Aufbereitung und Weiterleitung an die zuständigen Bezirksverwaltungsbehörden rundeten das Leistungsangebot des Sozialreferats ab. War eine Entlassung in häusliche Betreuung nicht mehr möglich, so wurde eine sofortige Kontaktaufnahme zu den Pflegeheimen und die Organisation der nahtlosen Überstellung vom Klinikum ins Pflegeheim von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Referats bewerkstelligt. Die Unterstützung bei der Antragstellung auf Pflegegeld oder Pflegegelderhöhung war ebenso eine Aufgabe des Sozialreferats.

Bei verschiedenen anderen Problemstellungen, wie z.B. Wohnungsproblemen und Obdachlosigkeit, fungierte das Sozialreferat als Kontakt und Schaltstelle zu den extramuralen Einrichtungen außerhalb des Klinikums.

Seit 2013 gibt es in allen NÖ Universitäts- und Landeskliniken ein Entlassungsmanagement. Es stellt eine Verbindung zwischen dem Klinikum und den betreuenden Angehörigen, den mobilen Sozialdiensten oder dem Pflege- und Betreuungszentrum her. Durch gezielte Beratung und Vorbereitung noch während des stationären Aufenthaltes soll ein gleitender Übergang vom Klinikum in das Zuhause ermöglicht werden. Diese Serviceeinrichtung steht allen Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen während der Zeit des stationären Aufenthalts zur Verfügung.

Ein Team aus Sozialarbeiterinnen und diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen kümmert sich um die Belange der Patientinnen und Patienten sowie ihren Vertrauenspersonen und plant gemeinsam die Zeit nach dem Klinikaufenthalt. Ziel des Entlassungsmanagements ist es, die poststationäre Versorgung sicherzustellen und damit eine konstante Versorgung und Betreuung der Patientinnen und Patienten ab dem ersten Tag der Entlassung zu gewährleisten.

Unterstützung und Beratung finden Patientinnen und Patienten sowie Angehörige in folgenden Belangen: Organisation von sozialen Diensten (Hauskrankenpflege, Physiotherapie, Pflegegeld, Hilfsmittel (Rollator, Rollstuhl, etc.), Kur- und Rehabilitationsanträge, Kurzzeit und Erwachsenenschutz-rechtsangelegenheiten, Sozialhilfeanträgen, u.v.m.

Bildtext
(v.l.n.r.):
Elisabeth  Hammerschmid, Sylvia Ambichl, Britta Schwarzer, Maria Schedlberger, Ingrid Zauner, Franz Schoderböck, Martina Käfer
 

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DI (FH) Thomas Wallner MA
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