Universitätsklinikum St. Pölten: Reanimation hilft Leben retten

ST. PÖLTEN – Im Universitätsklinikum St. Pölten werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Medizin und Pflege speziell geschult, um im Akutfall zu reanimieren und damit die Überlebenschancen der Patientinnen und Patienten zu erhöhen. Auch nicht medizinisches Personal hat die Möglichkeit, ein Reanimationstraining zu absolvieren, um jederzeit lebensrettende Sofortmaßnahmen ergreifen zu können.

Der halbtägige Kurs beginnt mit der theoretischen Wiederholung der Grundlagen. Anschließend werden Basischeck, stabile Seitenlage, Herzdruckmassage, Umgang mit dem Defibrillator und Atemwegsmanagement im Stationsbetrieb praktisch trainiert. Zum Schluss werden die einzelnen Stationen zu einem kompletten Reanimationsbeispiel zusammengeführt. Der Schwerpunkt des Trainings wird darauf gesetzt, bereits bekanntes Wissen wieder aufzufrischen und die Angst vor Notfällen zu nehmen. Dies ist besonders wichtig, da im Privatbereich nur rund 10 – 15 % der zu Hilfe kommenden Personen Wiederbelebungsmaßnahmen ergreifen.

Unter einer Reanimation versteht man die Wiederbelebung mittels Herzdruckmassage und Beatmung bei einem Kreislauf- und Atemstillstand. Schnelles Handeln ist hier besonders wichtig, weil das Gehirn bereits nach ca. drei Minuten zu wenig Sauerstoff erhält und irreversible Schäden auftreten können. Neben den Wiederbelebungsmaßnahmen ist es von Bedeutung, die Ursache zu diagnostizieren und zu behandeln.

Selbstverständlich werden auch ethische Aspekte im Rahmen einer Reanimation berücksichtigt, wie z.B. eine Patientenverfügung oder religiöse und kulturelle Faktoren.


Bildtext
v.l.n.r.:
Reanimationstrainingsteam am Universitätsklinikum St. Pölten:
Manuel Kaider, Alexandra Pawaronschütz, Thomas Moser


Medienkontakt
DI (FH) Thomas Wallner MA
Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum St. Pölten
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