Universitätsklinikum St. Pölten: Pathologie als erste in NÖ nach ISO15189 akkreditiert

ST. PÖLTEN – Das Klinische Institut für Pathologie und Molekularpathologie der Region NÖ-Mitte am Universitätsklinikum St. Pölten erhielt kürzlich als erste Pathologie in Niederösterreich von der Akkreditierung Austria den Nachweis, dass es alle in der aktuell gültigen EU-Norm (ISO 15189) festgelegten Anforderungen an die Qualität und Kompetenzen der medizinischen Laboratorien erfüllt.

Die ISO 15189 ist eine international anerkannte Norm, die spezifisch für medizinische Laboratorien entwickelt wurde. Sie legt Anforderungen an Qualität und Kompetenz fest, um sicherzustellen, dass Labore präzise, zuverlässige und nachvollziehbare Ergebnisse liefern können. Die Norm orientiert sich an den Grundsätzen der ISO/IEC 17025 (für Prüflaboratorien) und der ISO 9001 (Qualitätsmanagementsysteme), ist jedoch speziell an die besonderen Anforderungen von medizinischen Laboratorien angepasst.

Mehr Sicherheit für Patientinnen und Patienten
Mit der ISO 15189 Akkreditierung wird höchste Qualität und Zuverlässigkeit in der Befunderstellung garantiert. Diese international anerkannte Norm steht für höchste Standards in der medizinischen Laboratoriumsdiagnostik – ein Plus an Sicherheit für die Patientinnen und Patienten und ihre Behandlung.

Ein klarer Prozess für Klinikerinnen und Kliniker
Für Ärztinnen, Ärzte und medizinisches Fachpersonal bedeutet die Akkreditierung klar definierte, standardisierte Abläufe – von der Anforderung der Untersuchung bis zur Übergabe des Befunds. Dies schafft Transparenz und Vertrauen in die Qualität der diagnostischen Leistungen.
Das Herzstück einer funktionierenden Qualitätssicherung ist die Qualitätsmanagement-Beauftragte (QMB), die mit den Qualitätsmanagement-Koordinatoren (QMKs) diesen Prozess am Laufen hält und ständig aktualisiert. Am Klinischen Institut für Pathologie ist die leitende Biomedizinische Analytikerin Kathrin Roth, BSc die Qualitätsmanagement-Beauftragte und hat gleich zwei Schlüsselfunktionen inne: Sie ist sowohl für die Organisation als auch für das Qualitätsmanagement am Institut von großer Bedeutung.

„Bereits seit 2019 arbeitete unser Institut auf dieses Ziel hin, wobei der Grundstein von meiner Vorgängerin, der ehemaligen leitenden Biomedizinischen Analytikerin, Mag. Isabella Kristen gelegt wurde. Seit 2022 bin ich mit der Aufgabe betraut. Wir möchten damit den Klinikerinnen und Klinikern und im weiteren Sinne den Patientinnen und Patienten eine qualitätsgesicherte Versorgung anhand höchster internationaler Standards bieten. Ein großer Dank gebührt dem tollen Team für die Einsatzbereitschaft und Mitarbeit während der gesamten Zeit der Akkreditierungsvorbereitungen. Der positive Abschluss des Audits zur Erstakkreditierung ist das Ergebnis harter Arbeit und des unermüdlichen Engagements aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Kathrin Roth, BSc.

Nach dem Audit ist vor dem Audit!
Der Grundstein für ein qualitätsgesichertes Arbeiten ist somit gelegt. Um diesen Standard aufrecht zu erhalten, finden zukünftig regelmäßig Kontrollaudits statt. Das erfordert auch weiterhin den unermüdlichen Einsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, damit die Pathologie ihren Teil für eine optimale Versorgung der Patientinnen und Patienten liefern kann.




Bildtext v.l.:
Biowissenschaftlerin Fh-Hon. Prof. DI (FH) Rita Seeböck, PhD, Leiterin des Klinischen Instituts für Pathologie und Molekularpathologie der Region NÖ-Mitte Prim. Clinical Assist. Prof. Dr. Melitta Kitzwögerer, Mag. Isabella Kristen, Qualitätsmanagement-Beauftragte und leitende BMA Kathrin Roth, BSc und MTF Karin Rametsteiner


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