Universitätsklinikum St. Pölten: Journal Club – Wissen, das Pflege stärkt

ST. PÖLTEN – Der neu etablierte Journal Club am Universitätsklinikum St. Pölten setzt einen bedeutenden Akzent in der Förderung der evidenzbasierten Pflegepraxis.

Im vergangenen Jahr fanden sechs erfolgreiche Sitzungen statt, bei denen eine breite Palette aktueller, wissenschaftlich fundierter Themen behandelt wurde. Dazu gehörten unter anderem zentrale Aspekte wie die Prävention von Stürzen, die Behandlung und Vermeidung von Dekubitus, die präzise Temperaturmessung bei Kindern, das Delirmanagement und die Sauerstoffbefeuchtung.

Diese Themen sind nicht nur von theoretischer Bedeutung, sondern werden gezielt von einem definierten Team aus Pflegekräften aufgearbeitet und direkt auf den klinischen Alltag übertragen. Ziel ist es, konkrete Praxisanfragen aus der Versorgung evidenzbasiert zu bearbeiten und so die Pflegepraxis auf den neuesten Stand der Wissenschaft zu bringen. Dies steigert nicht nur die Qualität der Pflege, sondern stärkt auch das Selbstbewusstsein und die Fachkompetenz der Pflegekräfte, die so noch gezielter und sicherer agieren können.

Ein weiterer innovativer Schritt im Rahmen des Journal Clubs war die Entwicklung von vier „One Minute Infos“. Diese kompakten, praxisorientierten Informationspakete vermitteln auf schnelle und verständliche Weise essentielle Themen wie Expertenstandards, Medikationssicherheit, Advanced Nursing Practice und Mental Health. Die Inhalte dieser One-Minute-Infos sind so aufbereitet, dass sie problemlos in den Arbeitsalltag integriert werden können und den Pflegekräften ermöglichen, ihre Expertise in zentralen Bereiche direkt anzuwenden, mit dem Ziel, die Patientenversorgung noch weiter zu optimieren und auf höchstem Niveau zu halten.

Der Journal Club ist somit ein bedeutender Baustein in der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Pflegepraxis am Universitätsklinikum St. Pölten und ein herausragendes Beispiel für die enge Verzahnung von wissenschaftlicher Forschung und klinischer Praxis.





Bildtext:
Mag. Anna Grubner (Risk- und Beschwerdemanagement im Landesklinikum Lilienfeld), Gerlinde Wendl BScN MSc (Stationsleitung Intensivstation 3), Kerstin Sommer, BSc MSc (Advanced Practice Nurse, Klinische Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin), Denise Lechner, BSc MSc (Advanced Practice Nurse, Klinische Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin, Station 2), Thomas Moser BScN (ANP Student, Klinische Abteilung für Neurologie) und Kerstin Fahrafellner BSc MSc (Klinische Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde/Neonatologie)

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