Universitätsklinikum St. Pölten: Go Red Day am 6. Februar – Zeichen setzen für Frauengesundheit

ST. PÖLTEN - Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Frauen. Das Universitätsklinikum St. Pölten setzt daher einen klaren Schwerpunkt auf eine interdisziplinäre Versorgung und personalisierte Medizin für Frauen mit diesen Erkrankungen. Besonderes Augenmerk gilt dabei der sensiblen Schnittstelle von Schwangerschaft sowie Herz-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen.

Das Universitätsklinikum St. Pölten beteiligt sich aktiv an der Kampagne „Go Red Austria“ am Go Red Day 2026. Um ein sichtbares Zeichen zu setzen, wird der Klinikstandort an diesem Tag in rotem Licht erstrahlen. Ziel des Aktionstages ist es, das Bewusstsein für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen zu schärfen und insbesondere Frauen mit erhöhtem Risiko gezielt zu erreichen. Dabei steht die Vermittlung medizinischer Fakten zu geschlechtsspezifischen Symptomen und Risikofaktoren sowohl in der breiten Öffentlichkeit als auch in Fachkreisen im Mittelpunkt.

Vorsorge beginnt bereits in der Schwangerschaft. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Bluthochdruck in der Schwangerschaft, Gestationsdiabetes sowie Frühgeburtlichkeit frühe Marker für ein erhöhtes kardio-renal-metabolisches Risiko (CKM) darstellen. Betroffene Frauen entwickeln im späteren Leben deutlich häufiger Herz-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus. Die Schwangerschaft eröffnet somit ein einzigartiges Zeitfenster für gezielte Prävention, um durch frühzeitige medizinische Betreuung und strukturierte Nachsorge langfristige Risiken zu reduzieren.

Ein zentraler Baustein dieses Ansatzes ist das „Pregnancy Heart Team“, in dem die Klinischen Abteilungen für Innere Medizin 3 (Kardiologie), Innere Medizin 1 (Nephrologie/Hypertensiologie) und Gynäkologie und Geburtshilfe eng mit der Kinder- und Jugendheilkunde (Neonatologie) zusammenarbeiten. Das spezialisierte Team begleitet Frauen mit bestehenden oder während der Schwangerschaft neu aufgetretenen Herz-, Bluthochdruck- und Nierenerkrankungen – sowohl während der Schwangerschaft als auch darüber hinaus. Ziel ist eine nachhaltige Verbesserung der Versorgung von Mutter und Kind.

Ergänzend dazu wurde am Universitätsklinikum St. Pölten die PreCareFem-Ambulanz etabliert – ein innovatives, wissenschaftlich begleitetes Versorgungskonzept, das Frauen nach Hochrisikoschwangerschaften langfristig betreut. Dadurch wird nicht nur die individuelle Patientinnenversorgung gestärkt, sondern auch das Wissen in diesem wichtigen Bereich zum Wohle der Frauengesundheit in Niederösterreich kontinuierlich weiterentwickelt. Ziel ist es, kardiovaskuläre, renale und metabolische Folgeerkrankungen noch früher zu erkennen und wirksam zu verhindern – interdisziplinär, evidenzbasiert und mit den Patientinnen im Mittelpunkt.

„Die enge Verzahnung von Kardiologie, Nephrologie, Gynäkologie und Kinderheilkunde ermöglicht es uns, Frauen nicht nur akut zu behandeln, sondern sie langfristig vor schweren Herz-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen zu schützen“, betont das interdisziplinäre Team des Universitätsklinikums St. Pölten. Damit leistet der Standort einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der Frauengesundheit in Niederösterreich und darüber hinaus.


 




Bildtext:
Foto 1: OÄ Dr. Christina Robles, Ass. Dr. Christine Weber, OÄ Dr. Pia Auersperg, Ass. Dr. Simone Aufhauser, Prim. Univ.-Prof. Dr. Julia Mascherbauer, Prim. Clin. Ass. Prof. Dr. Susanne Schubert, OÄ Clin. Ass. Prof. Dr. Birgit Pfaller-Eiwegger, MSc, OÄ Dr. Sarah Halmer und Ärztliche Direktorin Priv.-Doz. Dr. Karin Pieber
Foto 2: Das rot beleuchtete UK St. Pölten

Fotocredit: UK St. Pölten
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