„Jede Therapie bedeutet eine Lebensumstellung sowohl für die Patientinnen und Patienten, als auch deren soziales Umfeld. Umso mehr freut es mich, dass hier das Universitätsklinikum St. Pölten nicht nur eine bestmögliche Versorgung sicherstellt, sondern auch ein umfangreiches und niederschwelliges Informationsangebot geschaffen hat, um die Betroffenen allumfassend zu begleiten“, so der zuständige Landesrat für die niederösterreichischen Kliniken Ludwig Schleritzko.
Mit dem Start einer Nierenersatzbehandlung bzw. Dialyse ändert sich vieles im Leben der Patientinnen und Patienten. Um eine bewusste Entscheidung für die Zukunft zu treffen, sind Aufklärung und Information über Hämodialyse, Bauchfelldialyse und Nierentransplantation notwendig.
Vor 10 Jahren initiierte die Nephrologische Ambulanz der Klinischen Abteilung für Innere Medizin 1, unter der Leitung von OÄ Dr. Birgit Pfaller-Eiwegger, MSc und der ehemaligen OÄ Dr. Claudia Schmuckenschlager-Böhm, die Informationsveranstaltung VOR-NET (Vorbereiten, Orientieren, Reevaluieren vor der NierenErsatzTherapie). Patientinnen und Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen und deren Angehörige hatten am 19. März wieder die Möglichkeit, Vorträge zu verschiedenen Themen zu hören und sich vor Ort mit anderen Betroffenen, Ärztinnen und Ärzten, Psychologinnen und Psychologen, diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegekräften und einer Diätologin auszutauschen.
Das Ziel der Veranstaltung ist, Informationen zur Funktion der Niere und Therapiemöglichkeiten sowie Hilfestellungen für die Entscheidung und den zeitgerechten Behandlungsbeginn zu geben.
Das Universitätsklinikum St. Pölten bietet hinsichtlich der Nierenersatztherapie (Dialyse) alternativ zum klassischen Blutreinigungsverfahren (Hämodialyse) die Bauchfelldialyse (Peritonealdialyse) an, eine Form der Heimdialyse, die üblicherweise von den Patientinnen und Patienten selbstständig durchgeführt wird. Das mobile Dialyseteam (Home Care Team) des Universitätsklinikums ermöglicht schwerkranken und immobilen Patientinnen und Patienten seit Ende 2007 eine Unterstützung bei der Durchführung der Bauchfelldialyse in häuslicher Umgebung. Dadurch wird eine mehrmals wöchentliche Anreise und ein mehrstündiger Therapieaufenthalt im Universitätsklinikum erspart.
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Ass. Dr. Sarah Halmer, OÄ Dr. Birgit Pfaller-Eiwegger, MSc, DGKP Michael Kügler, DGKP Karina Pils, Dr. Michaela Reisinger, OÄ Dr. Camile Fournier, Diätologin Magdalena Ludl, OA Dr. Udo Pauler, Psychologin Carina Györök, BScN, MSc
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Universitätsklinikum St. Pölten: 10 Jahre VOR-NET
