Damit der Badeurlaub nicht ins Wasser fällt - Empfehlungen des HNO-Spezialisten

ST. PÖLTEN - Sonne, Strand und Meer – Dinge, die wir uns von der schönsten Zeit des Jahres erwarten. Damit der Badeurlaub aber hält, was wir uns von ihm versprechen, sollten ein paar gute Tipps von Prim. Univ.-Prof. Dr. Georg Sprinzl, Leiter der Klinischen Abteilung für Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten am Universitätsklinikum St. Pölten, beherzigt werden.

Wer Probleme im Hals-Nasen-Ohren-Bereich (HNO) hat, sollte vor einer Flugreise unbedingt eine Fachärztin oder einen Facharzt aufsuchen. Prim. Univ.-Prof. Dr. Georg Sprinzl empfiehlt während des Fluges Nasentropfen zu nehmen, um den Druckausgleich erfolgreich durchzuführen. "Kinder sollten Kaugummi kauen oder Zuckerl lutschen", erklärt Sprinzl. "Leidet jemand an Schnupfen, an einer Nasennebenhöhlenentzündung oder an einer Mittelohrenentzündung, ist es am besten, gar nicht erst ins Flugzeug einzusteigen."

Ist man dann endlich am paradiesischen Traumstrand angekommen, sollte man die Qualität des Wassers beachten. Denn beim Schwimmen in verunreinigten Gewässern kann es leicht zu einer Badeotitis (Entzündung des äußeren Gehörganges durch Keime des Wassers) kommen.
Zur Reinigung des Ohres sollten auf keinen Fall Wattestäbchen verwendet werden. "Durch Wattestäbchen kommt es zu einer Reizung des Gehörganges, was wiederum eine Entzündung begünstigt."

Personen mit einem bestehenden Loch im Trommelfell dürfen kein Wasser ins Ohr bekommen. Dasselbe gilt für Kinder mit einem liegenden Röhrchen im Trommelfell (Paukendrainage). In diesem Fall rät Prof. Sprinzl zur Anfertigung einer Otoplastik. Diese dient als Spritzschutz, ist allerdings zum Tauchen nicht geeignet.

Apropos Tauchen: Vor jedem Tauchurlaub muss ein HNO-Arzt aufgesucht werden, um eine Beurteilung der Tauchfähigkeit des HNO-Bereiches betreffend vorzunehmen. "Das Trommelfell muss reizlos und intakt sein, und auch der Druckausgleich muss problemlos möglich sein", so Prof. Sprinzl.

In den NÖ Landes- und Universitätskliniken gibt es insgesamt vier Hals-Nasen-Ohrenabteilungen an den Standorten St. Pölten, Krems, Mistelbach und Wiener Neustadt.

 

Bildtext
Prim. Univ.-Prof. Dr. Georg Sprinzl, Leiter der Klinischen Abteilung für Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten am Universitätsklinikum St. Pölten mit einer Patientin

 

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