„Building Bridges – Die Brückenbauer“

ST. PÖLTEN – Unter dem Motto „Building Bridges - Hindernisse überwinden – Zusammengehörendes verbinden“ fand kürzlich die 19. Frühjahrstagung für Kinderkrankenpflegepersonen im Universitätsklinikum St. Pölten statt. Die zweitägige Fortbildung wurde mit rund 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus nahezu ganz Österreich sehr gut angenommen. Das Feedback spricht für sich.

In einem Gedicht von Liliane Kremsner heißt es: „Dort wo es Brücken gibt, gibt es einen Weg.“ Das Programm der zwei Tage dauernden Veranstaltung widmete sich den verschiedenen verbindenden Aspekten, die eine Brücke bieten kann. Ziel dabei ist es, Hindernisse und Herausforderungen wahrzunehmen und diese mithilfe der Brückenfunktion zu überwinden.

„Das Wesentliche, das wir in der Pflege immer wieder brauchen, ist das Bauen von Brücken. So muss beispielsweise eine Pflegeperson innerhalb kürzester Zeit Verbindung und Beziehung zu einer Mutter und deren Kind, aufbauen können. Auch der Übergang von der Kinderkrankenpflege in die Erwachsenenpflege, besonders bei chronisch kranken Jugendlichen, will gestaltet werden. Ebenso soll zwischen Praxis und Pflegewissenschaft eine Verbindung und ein Nutzen geschaffen werden“, so Bereichsleitung Annette Wachter, MSc und Mitorganisatorin dieser Tagung am Universitätsklinikum St. Pölten.

Landesrätin Mag. Barbara Schwarz, in Vertretung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, eröffnete die Fachtagung im Universitätsklinikum St. Pölten. Organisiert wurde die Tagung vom Berufsverband Kinderkrankenpflege Österreich. Zahlreiche Vorträge von Expertinnen und betroffener Mütter bildeten die Programmpunkte der zweitägigen Tagung. Darüber hinaus blieb genügend Platz für Diskussionen, Anregungen und Vernetzungsgespräche.
Von Expertinnen seitens des Universitätsklinikums St. Pölten wurden mehrere Angebote und Projekte präsentiert. Die leitende Hebamme, Mag. Bettina Maderner, hielt einen sehr bewegenden Vortrag über das sensible Thema der „Anonymen Geburt – Hilfe wenn es ausweglos erscheint“. Diplomsozialarbeiterin Elke Gerstl  berichtete sehr einfühlsam über die  Thematik der „Fremdunterbringung von Kindern“.

Die beiden Projekte der Kinder- und Jugendabteilung am Universitätsklinikum St. Pölten „Mops“ sowie „TeenMum&Dad“ wurden von Mag. Sabine Wagner-Simhandl, Leiterin des Sozial- und Heilpädagogischen Teams, vorgestellt. „Mops“ steht für Mobile Psychosoziale Betreuung und bietet Eltern mit ihren frühgeborenen Kindern eine Brückenfunktion zwischen deren zu Hause und dem Klinikum. Ziel dabei ist es, den Betroffenen in der ersten Zeit zu Hause kompetente und ihnen bereits bekannte Ansprechpartner anzubieten. Damit gelingt der Übergang von der intensiven Betreuung im Klinikum in die eigenen vier Wände möglichst sanft und sicher.
„TeenieMum&Dad“ unterstützt und begleitet junge Eltern von Beginn der Schwangerschaft an, solange sie dies wünschen. Das interdisziplinär aufgebaute Team besteht aus Vertretern folgender Berufsgruppen: Kinderkrankenpflege, Hebamme, Physiotherapie, Sozialpädagogik, Sozialarbeit, Psychotherapie sowie Heilpädagogik. Die Jugendlichen werden in Einzel- und Gruppensettings umfassend und ganzheitlich begleitet, um in ihre neue Elternrolle hineinwachsen zu können.

Die Veranstaltung wurde durch den berührenden Vortrag „Herzbluten“ von Katharina Grabner-Hayden, betroffene Mutter eines frühgeborenen Kindes und Buchautorin, abgerundet. Hier wurde die Wichtigkeit des „Brückenbildens“ von Pflegeperson zu den anvertrauten Patientinnen und Patienten sowie deren Bezugspersonen auf sehr einfühlsame Art und Weise dargebracht.

„Auch innerhalb des Klinikums haben die vorhandenen Brücken zu einer gelungenen Veranstaltung beigetragen. Durch die Mitarbeit vieler Bereiche, darunter u.a. alle pflegerischen Stationsleitungen der Kinder- und Jugendabteilung, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinikumsküche, der Kaufmännische Bereich mit der Technikerbetreuung sowie das Sozial- und Heilpädagogische Team, konnten wir gemeinsam eine bereichernde und gelungene Fortbildung anbieten. Das schriftliche Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestätigt unsere Wahrnehmung“, so Annette Wachter, MSc.

 

Bildtext
Bild 1:
Pflegedirektorin PhDr. Michaela Gansch, MSc am Universitätsklinikum St. Pölten, Martha Böhm, Präsidentin des Berufsverbandes Kinderkrankenpflege Österreich, Landesräten Mag. Barbara Schwarz, Annette Wachter, MSc, Bereichsleitung und Mitorganisatorin der Fachtagung, Maria Jesse, Gründungspräsidentin des Berufsverbandes, Eva Mosar-Mischling, Mitorganisatorin der Fachtagung und Vorstandsmitglied im Berufsverband

Bild 2:
Sie haben zu einer gelungenen Tagung beigetragen – DGKS Ilse Stadler, Stationsleitung Neonatologie, DGKS Sandra Ressi, Stationsleitung der Kinder- und Jugendabteilung, Station 1 und DGKS Ingrid Draxler, Stationsleitung der Kinder- und Jugendabteilung, Station 2

 

Medienkontakt
DI (FH) Thomas Wallner MA
Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum St. Pölten
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