„Blutspenderinnen und Blutspender übernehmen Verantwortung für andere Menschen. Sie
leisten einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheitsversorgung, denn Blut kann nach wie
vor nicht künstlich hergestellt werden“, betont der für Kliniken zuständige Landesrat Ludwig
Schleritzko. „Mit den neuen Regelungen wird das Blutspenden für viele erstmals möglich –
und das unter gewohnt höchsten medizinischen Standards. Ich danke allen, die regelmäßig
zur Blutspende gehen – sie retten Leben. Gerade in der Urlaubszeit ist das besonders wichtig.“
Im Jahr 2024 wurden in den beiden Blutbanken der Landesgesundheitsagentur in St. Pölten
und Mistelbach insgesamt knapp 17.600 Blutspenden durchgeführt – über 9.100 davon in St.
Pölten und über 8.500 in Mistelbach. In der Blutbank St. Pölten kamen zusätzlich 618
Thrombozytenspenden zusammen. Für die freiwillige Blutspende stehen in St. Pölten vier
Abnahmeplätze für Vollblut sowie zwei für Thrombozytenspenden zur Verfügung, in
Mistelbach sind es drei Vollblut-Abnahmeplätze. Mit Juni 2025 gelten in Österreich neue
Blutspendebestimmungen, die sowohl auf Sicherheit als auch auf größere Spendergruppen
abzielen. Männer dürfen nun vier Mal pro Jahr, Frauen sowie inter-, nicht-binäre und diverse
Personen drei Mal jährlich Blut spenden – vorausgesetzt, zwischen zwei Spenden liegen
Pressemitteilung, 14. Juli 2025
Alle 90 Sekunden zählt’s: Gerade in den
Sommermonaten ist Blutspenden besonders wichtig
mindestens acht Wochen. Auch über 65-Jährige dürfen weiterhin spenden, sofern sie im Vorjahr ärztlich zugelassen wurden. Menschen mit bestimmten Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto oder Psoriasis sowie Personen mit Aufenthalt in Malariagebieten können nach individueller Beurteilung ebenfalls Blut spenden. Für intergeschlechtliche und diverse Personen wurden erstmals medizinische Richtlinien festgelegt.
„Für alle Spenderinnen und Spender der Blutbank St. Pölten als auch Mistelbach kann eine Blutspende unter optimalen Bedingungen und auf höchstem Niveau garantiert werden. Aus den abgenommenen Blutspenden werden in der Blutbank die lebenswichtigen Blutprodukte hergestellt“, erklärt der ärztliche Leiter der Blutbank Mistelbach, Prim. Dr. Harald Rubey und ergänzt: „Auch externe Blutspende-Aktionen sind ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der notwendigen Blutmenge. So wurden beispielsweise im letzten Jahr 168 externe Blutspendeaktionen vom Team der Blutbank Mistelbach organisiert und durchgeführt – das ist die höchste Anzahl seit dem 66-jährigen Bestehen der Blutbank in Mistelbach. Darauf sind wir auch sehr stolz.“
„Blut spenden können alle gesunden Frauen und Männer zwischen dem 18. und 60. Geburtstag, sofern die gesetzlichen Gesundheitskriterien wie z. B. Hämoglobin-Wert, Gewicht, Blutdruck erfüllt sind. Folgespenden sind bei guter Gesundheit auch bis zum 70. Geburtstag möglich“, erklärt der medizinische Leiter OA Prof. Dr. Gottfried Fischer von der Blutbank im Universitätsklinikum St. Pölten und fügt hinzu: „Nach der ab Juni 2025 gültigen Blutspenderverordnung können Frauen drei Mal pro Jahr und Männer vier Mal jährlich Blut spenden. Der zeitliche Abstand zur letzten Blutspende muss mindestens acht Wochen betragen.“
Interessierte können gerne zu den Öffnungszeiten unangemeldet bei den Blutbanken vorbeikommen und Blut spenden.
Alle weiteren Informationen sind unter https://blutspenden.noe-lga.at oder www.blutbank.at.
Öffnungszeiten der Blutbanken:
UK St. Pölten: Mo bis Fr täglich 8.00 – 13.00 Uhr; Mi 8.00 – 18.00 Uhr (ausgenommen Feiertage)
LK Mistelbach: Mo bis Do täglich 9.00 – 15.00 Uhr; Freitag und Feiertage geschlossen
Fotocredit: NÖ LGA / Philipp Monihart
Bildtext v.l.n.r.: Landesrat Ludwig Schleritzko mit der Biomedizinischen Analytikerin Christiane Paukner in der Blutbank St. Pölten mit einem freien Platz, der auf den nächsten Lebensretter bzw. die nächste Lebensretterin wartet.
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