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Pressemeldungen St. Pölten

Universitätsklinikum St. Pölten: 24 Stunden-Versorgung im neuen Herzkatheterlabor

ST. PÖLTEN – Das Universitätsklinikum St. Pölten verfügt seit Jahresbeginn über ein neues Herzkatheterlabor, basierend auf dem neuesten Stand der Technik. Neben einer erheblich verbesserten Bildauflösung und einer deutlich verringerten Strahlenbelastung für Patientinnen und Patienten und das Personal, bringt das neue Labor zahlreiche weitere Vorteile bei der Versorgung von kardiologischen Erkrankungen mit sich. Einmalig in Österreich ist das Herzkatheterlabor rund um die Uhr mit einem Spezialistenteam besetzt und konnte 2015 rund 6.800 Eingriffe verzeichnen.

Die Herzkatheteruntersuchung ist ein minimalinvasiver Eingriff über einen Katheter, der über venöse oder arterielle Adern der Leiste, der Ellenbeuge oder über das Handgelenk eingeführt wird. Je nach Untersuchungsziel werden unterschiedliche Stellen im Herzen bzw. in den Herzkranzgefäßen angesteuert.

„Das neue Herzkatheterlabor am neuesten Stand der Technik bringt zahlreiche Vorteile für die Gesundheitsversorgung Niederösterreichs. Neue und innovative Technologien können wir jedoch nur deswegen anbieten, weil wir hochmotivierte und bestens ausgebildete Teams wie hier im Universitätsklinikum St. Pölten haben, die sich täglich für das Wohl der Patientinnen und Patienten einsetzen. Dazu braucht es aber selbstverständlich auch das beste Equipment für die Patienten – die Investitionen in das neue Herzkatheterlabor belaufen sich auf rund 880.000 Euro“, betont Landesrat Mag. Karl Wilfing.

Die neueste Flachdetektorentechnologie bringt eine deutlich verringerte Strahlenbelastung und eine erheblich verbesserte Bildauflösung, was insbesondere bedeutend für das Implantieren von Stents in den Herzkranzgefäßen beziehungsweise bei der Implantation von Herzklappen und sondenlosen Schrittmachern ist.
„Mit rund 6.800 Eingriffen im Jahr 2015, davon rund 800 akute Herzinfarkte, 200 Defibrillatoren, 550 Herzschrittmacher und rund 180 Herzklappen mittels Kathetertechnik, bewegen wir uns österreichweit im absoluten Spitzenfeld. Es freut uns sehr, dass wir unsere Patientinnen und Patienten mit den neuesten medizinischen Technologien behandeln können“, so Prim. Assoc. Prof. Dr. Harald Mayr, Leiter der Klinischen Abteilung für Innere Medizin 3 am Universitätsklinikum St. Pölten.

„Wir verfügen in St. Pölten über zwei Herzkatheterlabors, wobei nun das ältere nach 10 Jahren Betrieb ersetzt wurde. Grundsätzlich ist dabei immer eines der  beiden rund um die Uhr im Vollbetrieb, wobei geplante Eingriffe auch in der Nacht durchgeführt werden. Wir können somit bei einem Ausfall, bei Wartungsarbeiten oder wie hier bei einem Kompletttausch eine dauerhafte Versorgung sicherstellen“, ergänzt Mag. Dr. Bernhard Kadlec, Kaufmännischer Direktor am Universitätsklinikum St. Pölten.

Von der Planung über den Einkauf, bis hin zu zahlreichen Infrastrukturmaßnahmen, wie zum Beispiel die Adaptierung  der Elektroinstallationen, Kühlleitungen oder Medizingasleitungen, konnte das Projekt in kurzer Zeit erfolgreich abgeschlossen werden.

„Hier ist ein reibungsloses Zusammenwirken von medizinischen Anwendervertretern, der Behörde, dem Medizintechnik-Einkauf, sowie dem bewährten Projektabwicklungsteam der Abteilung Technik erforderlich. Somit konnte ein weiteres wichtiges Infrastrukturprojekt im Bereich der Kardiologie umgesetzt werden“, freut sich Ing. Christian Müllner, MSc, MBA, Stv. Kaufmännischer Direktor und Technischer Leiter am Universitätsklinikum St. Pölten.

 

Bildtext
v.l.n.r.: Prim. Assoc. Prof. Dr. Harald Mayr, Leiter der Inneren Medizin 3; Landesrat Mag. Karl Wilfing, OA Dr. Paul Vock,  Petra Schlossnagl, MA, leitende Radiologietechnologin

 

Medienkontakt
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